Gemeinsame Erklärung zu Einbrüchen bei ethecon-Vorstand Axel Köhler-Schnura

Einbruch-Serie bei Konzernkritiker
Kripo eingeschaltet / Verdacht auf nicht-staatliche Akteure / Aktionen zu TEPCO, BAYER und BP

In den letzten Monaten wurde mindestens dreimal in die Büro- und Wohnräume des bekannten Konzernkritikers Axel Köhler-Schnura und seiner Familie in Düsseldorf eingebrochen. Das zwischenzeitlich mehrfache Wechseln der Schlüsselanlage blieb erfolglos. Auch kam es zu Attacken von Hackern auf die EDV-Anlage von Köhler-Schnura.
Bei den Einbrüchen wurden gezielt Daten und Datenträger entwendet, die mit der politischen Arbeit von Köhler-Schnura im Zusammenhang stehen. So etwa das persönliche Notebook, das Handy und die Kamera. Die Kriminalpolizei ist eingeschaltet und ermittelt.
Die Polizei geht von professionellen Einbrechern aus, da trotz Sicherheits-Systemen keine Spuren hinterlassen wurden. Nach Aussage der Kripo erscheint ein Zusammenhang mit der politischen Arbeit von Köhler-Schnura plausibel. Die gewechselten Schließanlagen liegen der Kripo zur kriminaltechnischen Laborunter­suchung vor.

Die vollständige Erklärung können Sie hier lesen.

Die Presseberichterstattung dazu finden Sie bei den aktuellen Meldungen.

Das Statement von Eva Bulling-Schröter, MdB die LINKE und umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, können Sie hier lesen.

Eine Solidaritätsmail an Axel Köhler-Schnura können Sie hier schreiben. Mittlerweile sind etwa 400 Zuschriften bei uns eingegangen, in denen Personen und Organisationen ihre Solidarität ausgedrückt haben. Vielen Dank dafür! Wir freuen uns auch weiterhin über jede Zuschrift!

Auch auf unserer Facebook-Seite freuen wir uns über Solidaritätsbekundungen und das Weiterverbreiten der entsprechenden Meldungen. (Bitte beachten Sie unser Statement zu Facebook.)

Kommentar von Axel Köhler-Schnura: „Wir sind ratlos. Sicherheitstechnik ist für diese Einbrecher offenbar kein Problem. Zu Rate gezogene Experten meinen, ´die Konzerne sind da immer fünf Schritte voraus, die Geheimdienste kennen stets den Stand der neuesten Technik´. Das einzige was in einer solch gespenstischen Situation noch hilft, ist möglichst große Öffentlichkeit. Solche Attacken, bei denen man nicht weiß, aus welcher Richtung sie kommen und was dahinter steckt, müssen in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Und natürlich brauchen wir Rückenstärkung durch Solidarisierung, aber vor allem auch durch neue Fördermitglieder, Spenden, Ansparstiftungen und Zustiftungen.“

Interessante Hintergrundinformationen zum Thema Spitzel und Spione bei Umweltgruppen, Bürgerinitiativen und NGOs hat der BUND zusammengestellt.

Offener Brief an TEPCO auf Japanisch

Sie können den Offenen Brief an TEPCO hier auf Japanisch lesen.

Jahrestag von Fukushima

ethecon fordert Bestrafung der TEPCO-Verantwortlichen

Ein Jahr nach dem Beginn der Katastrophe von Fukushima hat der atomare Super-GAU immer noch keine ernsthaften Konsequenzen für die Verantwortlichen gehabt. Beim Betreiberkonzern TEPCO sind ein paar Manager ausgetauscht worden. Nun macht die japanische Regierung weitere Zahlungen an den Konzern davon abhängig, dass dieser alle 17 Direktoren auswechselt. Von strafrechtlichen Konsequenzen ist jedoch keine Rede.

ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie fordert die Haftung der Großaktionäre und die Bestrafung der Entscheidungsträger des Energiekonzerns. Diese trafen Fehlentscheidungen, ohne die es gar nicht erst zu der Nuklearkatastrophe hätte kommen können. Dazu gehören bekannte bauliche Mängel und Einsparungen in den Bereichen Sicherheit und Wartung. „Der Profit war ihnen wichtiger als der Schutz der Bevölkerung und der Umwelt“, so ethecon-Vorstand Axel Köhler-Schnura. „Für die von ihnen verschuldete Menschheitskatastrophe müssen die Konzernmanager zur Rechenschaft gezogen werden!“

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier lesen.

Die japanische Version dieser Pressemitteilung können Sie hier lesen.

ethecon Tagung 2011

Unsere Tagung mit der Preisverleihung des Internationalen ethecon Blue Planet Award 2011 an Angela Davis und des negativen Internationalen ethecon Black Planet Award 2011 an die Verantwortlichen des TEPCO-Konzerns hat am 19. November in Berlin stattgefunden. Die Reden des Laudators Dr. Gregor Gysi, des Schmähredners Prof. Elmar Altvater und der Tagungsreferentin Dr. Steffi Ober finden Sie bereits auf dieser Webseite. Die Videodokumentationen der Redebeiträge werden ebenfalls online gestellt. Wir bitten um ein paar Tage Geduld. Die Reden, Grußwörter und Fotos von der Tagung finden Sie unter Stiftungstagung 2011.

„They Fear Exposure“ („Sie scheuen den Pranger“)

Die Dokumentarfilmerin Nancy Boulicault, Mitglied der britischen Organisation Art Not Oil, war im April 2011 bei unserer Übergabeaktion des Black Planet Award 2010 an die Verantwortlichen des BP-Konzerns dabei. Die Übergabe erfolgte im Rahmen der Aktionärshauptversammlung von BP. Zur Vorbereitung der geplanten Aktionen trafen wir uns mit britischen, kanadischen und US-amerikanischen Aktivisten und Betroffenen der Deepwater-Horizon-Katastrophe. Diese kurze Dokumentation feierte ihre Weltpremiere im Rahmen der ethecon Tagung 2011.

Dringende Aufrufe

Der 11. Januar 2012 ist der 10. Jahrestag der Überführung der ersten (angeblich) Terrorverdächtigen in das US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba. Seitdem sind Menschenrechtsverletzungen dort an der Tagesordnung. Kaum einer der Gefangenen ist jemals einem Haftrichter vorgeführt oder angeklagt worden. Verlangen Sie die Schließung von Guantánamo!

Die Welt vs. Wall Street: Solidarisieren Sie sich mit den „Occupy Wall Street“-Demonstranten, die von den Autoritäten unter Druck gesetzt und von etlichen Medien immer noch als Randerscheinung abgetan werden. Zeigen Sie mit Ihrer Unterschrift, dass die Demonstranten Teil einer weltweiten Bewegung sind, die soziale Gerechtigkeit und echte Demokratie fordert.

Die Petitionen und Aufrufe zur Rettung des Lebens von Troy Davis sind gescheitert. Er wurde im US-Bundesstaat Georgia am 21. September 2011 hingerichtet. Seine Schuld ist äußerst zweifelhaft. Bis zuletzt beteuerte er seine Unschuld.

Unterzeichnen Sie die NICHT IN MEINEM NAMEN-Erklärung zur endgültigen Abschaffung der Todesstrafe!

Weitere aktuelle Petitionen finden Sie auf unserer Facebook-Seite.

Die diesjährige ethecon Blue Planet Award Preisträgerin Angela Davis setzte sich gegen die Hinrichtung von Troy Davis ein

Angela Davis, selbst als politische Gefangene 1972 mit lebenslanger Haft bzw. Todesstrafe bedroht und durch eine internationale Solidaritätsbewegung davor bewahrt, rief dazu auf, sich für Troy Davis einzusetzen.
Lesen Sie den ganzen Aufruf.

Kern wirbt für ethecon - jetzt auch musikalisch

Der Rapper Kern hat in seinem neuesten Song „Was ich brauch“ ethecon erwähnt. Das Lied ist ein Aufruf an alle, sich zu engagieren und aktiv zu werden. ethecon freut sich außerordentlich über diese musikalische Unterstützung unserer Stiftung und unserer Ziele.
Kern hatte schon vor einiger Zeit als Studiogast im Radio nicht nur seine Musik vorgestellt, sondern auch die Stiftung ethecon (Beginn bei etwa 43:10 Minuten). Er unterstützt unsere Stiftung schon seit vielen Jahren als ehrenamtlicher Mitarbeiter. Zu der ethecon Tagung 2011 hat er zwei Songs beigesteuert. Mehr von ihm findet man hier.

ethecon sucht Freiwillige

Es gibt immer wieder spannende und wichtige Veranstaltungen, auf denen wir gerne vertreten wären. Als kleine Stiftung, die wir nun mal sind (und sicher auch noch lange bleiben werden), ist uns das ohne Unterstützung durch freiwillige und ehrenamtliche HelferInnen jedoch nicht möglich. Daher unser Aufruf: Jetzt mitmachen! Wer ethecon ehrenamtlich unterstützen kann und möchte, erfährt hier mehr dazu.

Wer Interesse hat, für uns bei einer Veranstaltung Flugblätter zu verteilen und Unterschriften zu sammeln, bitte hier melden!

ethecon sucht ÜbersetzerInnen

Eine - für uns sehr wichtige - Möglichkeit, ethecon ehrenamtlich zu unterstützen, besteht in der Hilfe bei Übersetzungsarbeiten. Da wir als Stiftung international arbeiten, fällt sehr viel Übersetzungsarbeit an: Pressemitteilungen, Dossiers, Flugblätter, Erklärungen und alle möglichen anderen Materialien. Wer helfen kann und möchte, erfährt hier mehr dazu.

25 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl schließt sich ethecon dem Appell von .ausgestrahlt an, Atomkonzerne zur Haftung zu verpflichten:
Ein Unfall in einem AKW kann ganze Landstriche unbewohnbar machen und Schäden in Milliardenhöhe verursachen - siehe Tschernobyl und Fukushima. Momentan werden die Atomkraftwerke ohne ausreichende Haftpflichtversicherung betrieben. Für die Folgen eines Super-GAU müsste die Allgemeinheit zahlen. Müssten die Atomkonzerne das Risiko versichern, wäre Atomstrom vielfach teurer als heute und damit völlig unrentabel. Wir fordern:

Unterzeichnen Sie den Appell!

Zum Jahrestag der Deepwater Horizon-Katastrophe am 20. April macht ethecon auf die Kampagne „BP stoppen“ aufmerksam. Verlangen Sie zu diesem Jahrestag mit einer Protestmail von BP den Schutz von Arbeitern, Anwohnern und Umwelt sowie die vollständige Kostenübernahme für alle Folgeschäden der Katastrophe.

Das aktuelle Kampagnen-Flugblatt dazu finden Sie hier.

Internationale Berichterstattung zu den Themen BP und Übergabe des Black Planet Award in Zeitungsartikeln und Videos finden Sie auf unserer Facebook-Seite.

ethecon & Bündnisarbeit

Die Stiftung ethecon ist seit Januar 2011 Mitglied im Netzwerk Wandelstiften. Mehr Informationen dazu und über diesen Zusammenschluss gesellschaftspolitisch aktiver Stiftungen finden Sie hier.

Untersuchungsbericht zur Deepwater Horizon-Katastrophe

Der jetzt veröffentlichte Untersuchungsbericht über die Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon und die dadurch verursachte Ölpest im Golf von Mexiko zeigen, dass die Katastrophe vermeidbar war. Neben Schlamperei brachte vor allem das Motiv, Zeit und Geld zu sparen, BP und die anderen beteiligten Firmen dazu, die falschen Entscheidungen zu treffen. ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie sieht sich dadurch bestätigt in ihrer Verleihung des Internationalen ethecon Black Planet Award 2010 an BP.

ethecon-Preisträgerin Diane Wilson drohen zweieinhalb Jahre Haft

Der Preisträgerin des Internationalen ethecon Blue Planet Award 2006, Diane Wilson, drohen wegen ihrer Protestaktionen gegen BP zwei Jahre Haft.

Weitere Links

Video: Protestaktion vom 17.06.2010

Video: Medea Benjamin über Wilson und BP, 17.06.2010

Foto: Protestaktion vom 09.06.2010

Foto: Festnahme am 09.06.2010

Video: Protestaktion vom 09.06.2010

junge Welt vom 19.08.2010

Newsletter vom 16.06.2010

Video: Interview mit Diane Wilson

ethecon-Preisträgerin Diane Wilson aus Washington verbannt
Am Freitag, 20. August, hat am Superior Court of the District of Columbia, dem Kammergericht von Washington DC, die Verhandlung gegen Diane Wilson stattgefunden. Während die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko keine nennenswerten Auswirkungen auf die verantwortlichen BP-Manager hat...
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ethecon-Preisträgerin Diane Wilson soll wegen BP-Protest zweieinhalb Jahre ins Gefängnis
Am Freitag, 20. August, beginnt um 9.30 Uhr Ortszeit am Superior Court of the District of Columbia, dem Kammergericht von Washington DC, die Verhandlung gegen Diane Wilson. Während die für die Ölkatastrophe im Golf...
weiter...

Übergabe des Internationalen ethecon
Black Planet Award 2009

Eine Nachrichtensendung aus Taiwan. Diane Wilson und taiwanesische Umweltschützer haben versucht auf der Aktionärshauptversammlung des taiwanesischen Chemie-Konzerns Formosa Plastics Group an die Besitzerfamilie Wang, den Geschäftsführer Lee Chih-tsuen und andere Verantwortliche den Black Planet Award 2009 zu übergeben. Sie wurden daran gehindert und mit Gewalt aus dem Saal entfernt.

Aktionärsversammlung der Formosa Plastics Group

Interview mit Diane Wilson

Weitere Links

Black Planet Award 2009: Übergabe-Aktion

Pressekonferenz in Taiwan

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